Camino del Norte/ 800 km an der Küste Nordspaniens
Die letzte Reise zum Nordcap mit dem neuen Camper war kaum beendet, begann schon die Planung für den nächsten Tripp im Herbst. Vorher aber stehen noch ein paar Optimierungen am Wagen an. 4800km ist der Wagen durch die nordischen Länder gefahren (ohne Fähren), 8200 km hat er jetzt insgesamt, dabei zeigten sich mir schon im Vorfeld der Reise bekannte Schwächen vom MLT. Dazu aber erst später mehr.

Erst einmal freue ich mich, dass das im April bestellte Carport nun geliefert und montiert wurde. An der Planung war natürlich die Fach- und Ehefrau maßgeblich beteiligt. Auf den ersten Blick erscheint er „gut dimensioniert“ zu sein. Der immerhin über 7 Meter lange und 3 Meter hohe Wagen „verliert“ sich etwas. 😂 Doch zur Ehrenrettung muss man hier sagen, dass der Untergrund noch ca. 10cm aufgeschüttet werden muss und letztlich auch die Motorradbühne/ Motorrad (muss liegend lagern) hier seinen festen Platz finden soll. Dennoch, 3,5 statt 4 Meter Breite hätten auch gereicht. 🙄 Momentan liegt die Bühne im PKW Carport, wo sonst das Holz für den Winter lagert. Also stimmen die Dimensionen in der Länge schon, doch es ist eben auch für mich noch sehr ungewohnt, ein derartiges „Bauwerk“ im Vorgarten stehen zu haben.

Was die Optimierung angeht, hat etwas mit einer grossen Schwäche vieler Camper mit langem Überhang zu tun. Der Hebel auf die Hinterachse bei Beladung. Die Belastung der Hinterachse führt bekanntlich zu einer Entlastung der Vorderachse, die bei Hymer so deutlich ausfällt, daß die automatische Regulierung des Xenonlichts beim MB Sprinter an seine Grenze kommt. Abhilfe schaffen entweder zusätzliche Blattfedern oder eine zusätzliche Luftfederung an der Hinterachse. Dies hat mehrere Vorteile. Der Wagen wird – egal in welchem Beladungszustand er ist – immer auf einem Niveau gehalten. Man kann sich denken, dass bei Anbau der Motorradbühne + Motorrad, noch ganz andere Hebelkräfte/ Achslasten zusammen kommen. Mit Luftfederung ist das Blenden des Gegenverkehrs (wie auf der letzten Reise leider erlebt) somit ausgeschlossen. Zudem lässt sich der Wagen auch im Stand mittels Kompressoren automatisch so in die Waage bringen, was beim Schlafen, Duschen oder ähnlichem ein echter Luxus ist. Zudem verbessert sich das Fahrverhalten/ verringert sich die Seitenwindempfindlichkeit deutlich. Nun habe ich beim bekanntesten Hersteller Goldschmitt angefragt. Der im Internet angegebene Preis schien akzeptabel. Nun liegt mir ein individuelles, aussagekräftiges Kostenvoranschlag vor. 🫣 .. über den Händler meines Vertrauens lasse ich mir jetzt doch noch eine Alternative (aus den NL) anbieten.. mal sehen ob das meinem Budget mehr entspricht. Soweit von den „Luxusproblemen“ eines Camperbesitzers. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
Nun zur nächsten Reise. Der Camino del Norte. Keine Sorge, ICH laufe ihn nicht aber wohl meine Frau. Ich hingegen „begleite“ die Reise mit dem Camper. So der Plan für Oktober. Momentan sieht die Lage in Südfrankreich leider nicht gut aus. Ich hoffe sehr für alle die dort leben, dass man das Feuer bald in den Griff bekommen mag. Näheres zur Reiseroute und näheren Planung im nächsten Beitrag.


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